Pflegende Angehörige

Einen pflegebedürftigen Angehörigen oder ein Familienmitglied zu Hause zu pflegen oder in der Pflegeunterkunft zu betreuen, ist eine anspruchsvolle und enorme Doppelbelastung – in Gedanken ist man immer bei der/ dem Angehörigen, muss aber auch die alltäglichen Aufgaben und Verantwortungen zuverlässig verrichten.

Leicht überschätzen pflegende Angehörige dabei ihre Kräfte und erkennen die Überforderung erst, wenn sie selbst Krankheitssymptome zeigen.

 

Pflegende Angehörige stehen vielen Herausforderungen gegenüber:

 

  • Beziehung zwischen Pflegebedürftigen und Angehörigen durch die häusliche Betreuung verändert sich
  • Rollen zwischen Kindern und Eltern kehren sich um
  • Balance zwischen Partnern wird verschoben
  • aufgrund der emotionalen Nähe fällt es zudem schwer, Abstand zu nehmen
  • herunterzuschrauben der eigenen Bedürfnisse
  • Behördengänge und Bürokratie
  • Arztbesuche, Medikamentenorganisation, Medikamentengabe, Hygiene
  • Alltagsorganisation und die Sicherstellung des eigenen Haushalts
  • Erziehung der eigenen Kinder
  • persönliche Berufstätigkeit

 

Zudem verändert der gesellschaftliche Wandel auch die klassischen Familien- und Pflegestrukturen. Viele erwachsene Kinder wohnen nicht mehr in der Nähe ihrer Eltern und können deshalb nur selten vor Ort sein.

Sehr schnell liegt der Gedanke nahe, nicht alles allein stemmen zu können. Es kommt möglicherweise zu der Entscheidung den Pflegebedürftigen in eine entsprechende Pflegeeinrichtung zu geben.

Im ersten Moment erfährt der Pflegende körperliche Entspannung und Entlastung, aber der emotionale Konflikt breitet sich im Hintergrund aus:

 

  • „Ich kann nicht ständig in die Pflegeeinrichtung fahren.“
  • „Warum habe ich die Pflege nicht geschafft?“
  • „Geht es meinem Angehörigen dort wirklich gut?“
  • „Wo hätte ich mich besser organisieren müssen?“
  • „War ich bei der Entscheidung zu egoistisch?“
  • „Was denkt und erwartet jetzt der zu Pflegende von mir?“
  • „Werde ich noch von dem zu Pflegenden geliebt und bin angenommen?“

 

Es können dadurch andauernde Belastungssituationen und Symptome eintreten:

 

  • Gefühl ständigen Zeitmangels
  • schlechtes Gewissen gegenüber sich selbst und dem Umfeld
  • zunehmender sozialer Rückzug
  • Fehlen von sozialer Anerkennung
  • Nährboden für Erschöpfung und Burn-Out
  • instabiles familiäres und privates Umfeld
  • fehlende eigene Ressourcenaktivierung
  • eingeschränktes Selbst- und Zeitmanagement
  • eigene Pläne und Wünsche werden häufig zurückgestellt oder aufgeschoben
  • Erschöpfung
  • Widerwillen
  • Gereiztheit
  • Ungeduld
  • Schlafstörungen
  • Verspannungen

Mein Beratungsansatz trägt dazu bei, dass es erst überhaupt nicht so weit kommt.

In meiner psychologischen Beratung, helfe ich Ihnen dabei, einen neuen Blickwinkel zu gewinnen, eigene Ressourcen wiederzuentdecken, auszubauen und eigene Strategien im Umgang mit der Belastungssituation oder dem Konflikt zu entwickeln.

Um mit akuten Krisen besser umgehen zu können, sollten Sie sich im Vorfeld mit potentiellen Belastungssituationen auseinandersetzen und sich geeignete Bewältigungsstrategien zurechtlegen.

Ich berücksichtige bei meiner Beratung:

  • Ihre Vorgeschichte
  • Ihre Persönlichkeit
  • Ihre familiäre Lebenssituation
  • Ihre Wertvorstellungen und jeweiligen Einstellungen

Ziel ist es dabei, Ihre persönliche Bewältigungsstrategie zu entwickeln.

  • neue Rolle und Position klären
  • bisherige Einstellungen und Verhaltensweisen zu überdenken
  • eigene Strategien im Umgang mit Konflikten zu entwickeln
  • Situationen aus einer neuen Perspektive zu betrachten
  • eigene (eventuell bisher blockierte) Stärken, Ressourcen und Potenziale nutzbar zu machen und auszubauen
  • Entscheidungs- und Handlungsoptionen bei der Bewältigung anspruchsvoller Situationen zu erlangen
  • individuelle Lösungen um den seelischen Druck aus dem Pflegealltag zu nehmen
  • Lösungsorientierung anstatt Problemfokussierung
  • besser mit negativem Stress umzugehen
  • Ihre erfolgsrelevanten „Hebel“ zu finden, damit Sie selbstwirksam werden
  • mehr Selbstvertrauen
  • höheres Selbstwertgefühl
  • gestärktes Selbstbewusstsein
  • erhöhte Motivation
  • klare Zielorientierung
  • Gefühl von persönlichem Glück und innerer Zufriedenheit
  • verbesserte Kommunikationsfähigkeit
  • überwinden von seelischen Blockaden
  • offen für Veränderung und tiefe Entspannung erleben
  • verbesserte Körperwahrnehmung
  • Aktivierung Ihrer Selbstheilungskräfte
  • Gesundheit fördern: Harmonisierung, Regeneration und Vitalisierung
  • Loslassen vom Alltag

Das zusätzliche Erlernen von Entspannungsübungen, Mentaltraining (YOGA & Pilates, körperliche Regeneration durch Massagen), ist darüber hinaus eine gute Möglichkeit, um Spannungszustände abzubauen.

Sprechen Sie mich dazu gerne an. Hier arbeite ich mit einem kompetenten Partner-Netzwerk zusammen.

„Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.“

(Immanuel Kant)

Kontaktieren Sie mich gerne unter 0172 – 666 82 96 und vereinbaren Sie mit mir ein kostenloses Vorgespräch. Nutzen Sie auch gerne mein Kontaktformular.